Grundlegend hat sich bereits Franz Rosenthal 1960 mit dem muslimischen Konzept der „Freiheit“ befaßt[1], arabisch ḥurrîyah, nach ḥurr = frei[2].
Rosenthal erwähnt die Mär von dem Sufi Luqmân as-Sarachsî, der um Freiheit vom Gottesdienst bat und um die Entbindung vom Status als Sklave Gottes und dem daraufhin Irrsinn zuteil wurde[3].
Wohl aus der Gnosis übernahm der Islam den älteren theologischen Gedanken, daß der Körper des Menschen ein Gefängnis für die Seele sei und die Welt eines für den Menschen (sôma - sêma)[4]. Der nach muslimischem Gedanken Letzte Prophet Mohammad selbst soll gesagt haben, diese Welt sei ein Gefängnis für den Gläubigen, aber das Paradies für den Ungläubigen[5].
[1] Rosenthal, Franz: The Muslim Concept of Freedom, Leiden (Niederlande), 1960.
[2] Näher Franz Rosenthal, a.a.O., Seiten 2 - 13, 95 - 97.
[3] Rosenthal, Franz: The Muslim Concept of Freedom, 1960, Seite 5, mit Fußnote 14.
[4] Vgl. Rosenthal, Franz: The Muslim Concept of Freedom, 1960, Seiten 106, 107.
[5] Vgl. Rosenthal, Franz, a. a. O., Seite 107, mit Fußnote 334.
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